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Aktuelle Situation

Der Bedarf an Psychotherapie in Deutschland wächst. Psychische Störungen, wie z. B. Depressionen und Burnout schwächen dabei nicht nur die Betroffenen, sondern haben durch Arbeitsunfähigkeit und Frühverrentungen auch negative Auswirkungen auf die Volkswirtschaft.

Die Behandlung Betroffener ist momentan leider nur unzureichend gewährleistet. Patienten müssen zum jetzigen Zeitpunkt teilweise ein halbes Jahr auf einen Therapieplatz warten. Darüber hinaus werden bestimmte Patientengruppen, gerade solche mit einem sehr hohen Schweregrad an psychischen Erkrankungen (Multimorbidität), gar nicht oder fehlversorgt.

Ein Zustand, der sich durch ein weiteres Problem noch weiter zuspitzt. Laut dem aktuellen Psychotherapeutengesetz wird das Humanistische Verfahren nicht von den Krankenkassen unterstützt, sodass Therapiepotenziale ungenutzt bleiben.

Internationale, wissenschaftliche Studien und praktische Anwendung, besonders in institutionellen Zusammenhängen, belegen die Wirksamkeit der Humanistischen Verfahrensgruppe bei allen Störungsbildern und ihre Passung ist bei bestimmten Personengruppen und Störungsbildern dem der aktuellen Richtlinienverfahren durchaus überlegen.

Der größte Teil der Ausgaben deutscher Krankenkassen wird für die Behandlung von Depressionen aufgewendet. Insbesondere hier verzeichnet das Humanistische Verfahren sehr große Erfolge. Im institutionellen Bereich, z. B. bei Reha-Behandlungen, werden systemische und humanistische Vorgehensweisen erfolgreich und im Sinne des Patientenwohls effektiv angewendet. Dies gilt auch für den Beratungsbereich. Der Ausschluss des Humanistischen Verfahrens im kassenärztlichen System (SGB V) birgt Nachteile für eine optimale Behandlung Betroffener. Darüber hinaus entstehen Defizite in der sinnvollen Erforschung der Ansätze.

Angenommen Sie oder ein naher Verwandter leiden an einer psychischen Störung: Welche Behandlung würden Sie sich wünschen? Wir glauben, dass jeder Patient eine optimale und passgenaue Betreuung erhalten sollte. Die Petition fordert daher die Korrektur der geschilderten Situation. Wir machen uns für mehr Therapievielfalt in Deutschland stark – zum Wohle des Patienten und der Allgemeinheit.

Wenn Sie mehr zum geschichtlichen Hintergrund erfahren wollen, informieren Sie sich hier.

»In vielen Psychotherapien wird nur über das Schiefgelaufene gesprochen. Wichtig für den Heilungsprozess ist aber auch die Wahrnehmung und Beachtung von bereits geschafften Schritten.«
Stephanie, 37 Jahre

»Ich möchte den psychotherapeutischen Ansatz frei wählen können und die für mich wirksamste und nachhaltigste Methode mit der Krankenkasse abrechnen können.«
Kai, 36 Jahre

»Ich wünsche mir einen Psychotherapeuten, der sich individuell auf mich einstellt und an mir keine normierten Schritte abarbeitet.«
Gabriele, 50 Jahre

»Vielen Patienten fällt es leichter, Gefühle in kreativer und nonverbaler Kommunikation darzustellen. Dies wird besonders im Humanistischen Verfahren in die Therapie integriert.«
Nils, 46 Jahre

Geschichtlicher Hintergrund

In den Anfangsjahren der Bundesrepublik Deutschland gab es für die Bevölkerung keinen Anspruch auf Psychotherapie. Therapien und Analysen wurden, wenn überhaupt, auf privater Basis angeboten. Das Gesundheitssystem galt als eine reine Domäne der Medizin. Erst 1967 wurde die Psychotherapie als Krankenkassenleistung anerkannt, weil die Psychiaterin und Psychotherapeutin A. Dührssen nachweisen konnte, dass die Arbeitsunfähigkeitstage nach erfolgter (psychodynamischer) Psychotherapie im Folgejahr signifikant abnahmen.

1975 machte die Psychiatrie-Enquete auf den eklatanten Versorgungsnotstand in den Psychiatrien aufmerksam. Dieser bestand seit Jahrzehnten und wurde vor allem durch Psychologen, aber auch durch andere helfende Berufe – so gut es ging – abgefedert.

In dieser Aufbruchgeneration entstand auch eine Begeisterung für die immer stärker aufkommenden Humanistischen Verfahren. Die Wirksamkeit in der therapeutischen Arbeit und der achtsame Zugang zum lebendigen Sein wurden in dieser Zeit allerdings höher geachtet, als die wissenschaftliche Erforschung und Begründung der neuen Vorgehensweisen.

Zeitgleich verbreitete sich die damals noch deutlich lerntheoretisch begründete Verhaltenstherapie, die mehr kognitiv akzentuierte Menschen ansprach und Beziehung und Emotion als Gegenstände psychotherapeutischer Betrachtung in den Hintergrund treten ließ. Diese Therapieform wurde vor allem in universitären Forschungsinstituten und Laboren untersucht.

Es entstanden zwei gegenüberstehende, gelegentlich unversöhnliche Blöcke: Eine Aufbruchsgeneration (überwiegend Psychologen und Erfahrungsträger Humanistischer Verfahren) mit Idealen und manchmal generalisierten Vorwürfen an die bisher etablierten Vorgehensweisen und eine etablierte Gruppe (Mediziner und Psychoanalytiker), die durchaus starke Ängste hinsichtlich der Sicherung ihrer Existenz und bisherigen Vormacht entwickelten und versuchten, ihre Position zu halten. Aus der Konfrontation entstanden zwei wesentliche Probleme: Es gelang die adäquate Etablierung von Psychologischen Psychotherapeuten in das Gesundheitssystem, was die Vorbereitungsgruppe des PsychThGs von 1998 einigermaßen lösen konnte – wenn auch mit dem aktuellen Reformbedarf. Die Integration der längst vielfältig praktizierten und sich als effizient erweisenden Systemischen und Humanistischen Therapieverfahren scheiterte aber. Eine adäquate Anpassung steht bis zum heutigen Tag aus.

Die Initiatorengruppe des PsychThGs von 1998 hat den Ausschluss des Humanistischen Verfahrens aus der sozialrechtlichen Patientenversorgung erreicht. Dies ist wissenschaftlich nicht begründet und motiviert sich vielmehr aus ökonomischen Ängsten, sodass offenbar auch der Gesetzgeber irregeleitet wurde.

Damalige und neuere wissenschaftliche Studien belegen die Wirksamkeit der Systemischen und der Humanistischen Psychotherapie. Die Effektivität der Behandlung ist mit der augenblicklichen Richtlinientherapien vergleichbar, die vielfältigen, unterschiedlichen Vorgehensweisen erlauben häufig sogar eine bessere Passung. Diese mangelnde Ressourcenausschöpfung ist letztlich zum Nachteil der Patienten, der Bevölkerung und der Krankenkassen.

Daher setzt sich die Petition für mehr Therapievielfalt in Deutschland ein. Es wird ein wertschätzendes Neben- und Miteinander aller vier psychotherapeutischen Grundrichtungen (verhaltenstherapeutisch, psychodynamisch, systemisch und humanistisch) angestrebt. Die Nicht-Aufnahme des Humanistischen Verfahrens in die sozialrechtliche Patientenversorgung von 1998 sollte nun, 16 Jahre später, korrigiert werden.

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Zur beendeten Petition

Die Petition

Mit der Petition wird gefordert, dass der Gesetzgeber den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) beauftragt, zeitnah zu prüfen, die Systemische und die Humanistische Psychotherapie in die Richtlinien aufzunehmen und damit dort die Psychotherapie in ihren vier Grundorientierungen abzubilden. Hiermit soll auch der 1998 im Zuge des Psychotherapeutengesetzes erfolgte Ausschluss dieser Verfahren aufgehoben werden.

Begründung Die Ausgrenzung erfolgte 1998 ungerechtfertigt im Kontext des Psychotherapeutengesetzes. (s. Anlage 1 des Richtlinien-Kommentars).

Vielfalt erhöht die therapeutische Passung Wir streben eine Versorgung an, die dem einzelnen Patienten durch eine größere Vielfalt von therapeutischen Zugangswegen mehr Wahlmöglichkeiten bietet und damit eine größere Chance auf Passung, speziell bei der therapeutischen Beziehung.

Ausgrenzung wissenschaftlich
nicht begründet
Eine Ausgrenzung wird durch international gültige Wirksamkeitsstudien nicht gestützt. Es liegt umfangreiches und seriöses Forschungsmaterial vor, das eine längst überfällige Korrektur begründet. Der Wissenschaftliche Beirat Psychotherapie nahm seine die Behörden beratende Arbeit erst nach längst vollzogener Ausgrenzung auf.

Potenzielle Wirksamkeitssteigerung
in der Psychotherapie
Die durchschnittliche Wirksamkeit der humanistischen Verfahren liegt über dem Durchschnittswert der Richtlinien-Verfahren. Ihr Ausschluss bedeutet eine erhebliche Potenzialverschwendung. Er bewirkt beim Patienten: längere Krankheitsausfälle, geringere Heilungschancen, höhere Chronifizierungs- und Frühberentungsquoten sowie ein ungünstigeres Kosten-Nutzen-Verhältnis. Die Einbuße an Lebensqualität sowie die Mehrkosten hat die Versichertengemeinschaft zu tragen.

Versorgungsrelevanz Das Spektrum der Humanistischen Psychotherapie umfasst sämtliche psychotherapie-relevanten Störungsbilder. Das gilt auch für die Störungsbilder von Kindern und Jugendlichen.

Humanistische Psychotherapie hat eine Vielfältigkeit, die die psychotherapeutische Beziehung und Passung erheblich fördert. Dies verbessert die Patientenversorgung. Zur Humanistischen Psychotherapie gehören als Methoden die gesprächs-, gestalt-, sowie die körperpsychotherapeutischen, psychodramatischen, transaktions- und existenzanalytischen sowie integrativen Anteile.

Ressourcennutzung Deutschland könnte die Ressource seiner erfahrenen, humanistischen und systemischen Psychotherapeuten nutzen. In Stellungnahmen wurde ein Mangel an Therapieplätzen festgestellt, der für Patienten unzumutbar lange Wartezeiten verursacht.

Wahlfreiheit für den Nachwuchs Psychotherapeuten in Ausbildung erhielten durch Verfahrensvielfalt eine größere Wahlmöglichkeit und die Chance, bei Berufsausübung eine höhere Passung und dadurch eine befriedigendere Form der beruflichen Tätigkeit zu erreichen. Dies wiederum käme der Patientenversorgung zugute.

Gleichbehandlung vor dem Gesetz Bei gleichwertiger Ausbildung sollen Therapeuten eines (effektiven) Nicht-Richtlinien-Verfahrens und Therapeuten eines (effektiven) RL-Verfahrens Anspruch auf gesetzliche Gleichstellung auf berufs- und sozialrechtlicher Ebene haben.

Die Petition wurde
eingereicht von

Wir glauben an Chancen und Vorteile einer größeren Therapievielfalt in Deutschland. Daher reichen wir gemeinsam die vorliegende Petition ein.

Zur beendeten Petition

Zur beendeten
Petition

Unterstützerinnen und Unterstützer

Unser Ziel ist die Zulassung des Humanistischen Verfahrens im leistungsrechtlichen System der Patientenversorgung. Wir glauben, dass Therapievielfalt dem Wohl des Patienten und der Allgemeinheit dient. Mit diesem Glauben sind wir nicht allein. Die folgenden Personen und Verbände unterstützen unsere Petition:

Dipl.-Psych. Heinrich Bertram – stellvertr. Bundesvorsitzender des Verbandes Psychologischer Psychotherapeuten – VPP im BDP e.V. / Vorstandsmitglied der Berliner Psychotherapeutenkammer / Ag VPP und Ausbildungsinstitute für eine wissenschaftlich begründete Psychotherapeutenausbildung (AVP) / Vorstandsmitglied der AGHPT / Verhaltenstherapeut Prof. Dr. Jürgen Kriz – Psychotherapieforscher Universität Osnabrück Dr. med. Dipl.-Psych. Lotte Hartmann-Kottek, DDGAP, DVG, AGHPT, DKPM – Vorstandsmitglied der Psychotherapie-Akademie Hessen (Aus- und Weiterbildungsermächtigung über die LÄK Hessen sowie über die LPPKJP Hessen mit staatlichem Prüfauftrag für TP), Lehrtherapeutin für Gestalttherapie seit ca. 35 Jahren – Autorin Dr. Günther Koch – Geschäftsführer der Deutschen Psychologenakademie und der Psychologischen Hochschule Berlin Dipl.-Psych. Werner Dinkelbach – Psychoanalytiker und Institutsleiter des Rhein-Eifel-Instituts Andernach Prof. Dr. Dr. Günter Zurhorst – SIMKI e.V. an der Hochschule Mittweida, Fakultät Soziale Arbeit Prof. Dr. Jochen Eckert – stellvertr. geschäftsführender Direktor des Instituts für Psychotherapie der Universität Hamburg Dipl.-Psych. Juliane Dürkop – Präsidentin der Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein Dipl.-Psych. Claus Gieseke – Hamburger Delegierter des Deutschen Psychotherapeutentages Vorstand der Landesgruppe Hamburg des BDP und des VPP LFV Hamburg Frau Marion Locher – Leitungsmitglied des Träger e.V. – Berliner Träger der gemeindepsychiatrischen Versorgung / Beiratsmitglied des Deutschen Dachverbands für Psychosenpsychotherapie Dr. Thomas Floeth – Netzwerk integrierte Gesundheitsversorgung Pinel Ä. Dir. Dr. med. J. Galuska (Heiligenfeld-Kliniken, Bad Kissingen) Chefarzt Dr. med. B. Knupp (Hardtwaldklinik II, Bad Zwesten Abt. f. Psychosomatik/ Traumatherapie) Chefarzt Dr. J. Gosda (Psychosomatisches Kreiskrankenhaus Simbach a. Inn) Prof. emer. Dr. phil. H. Dauber (Uni Kassel) Prof. Dr. phil. Heidi Möller (Uni Kassel) Dr. med. Wolf Büntig (ZIST) Prof. Rainer Sachse – Institut für Psychologische Psychotherapie Bochum Dipl.-Psych. Gerd Pauli – Berliner Krisendienst / KBS Berlin-Mitte Dipl.-Psych. Birgit Wiesenmüller – Vorsitzende der GWG / Mitglied des DPT Dipl.-Psych. Benjamin Lemke – Sprecher der Bundeskonferenz der Psychotherapeuten in Ausbildung Dipl.-Psych. Dr. Manfred Thielen – Vorsitzender der DGK/ Ausschuss AFW der LPTK Frau Carmen Suleiman – Vorstand der deutschen Vereinigung für Gestalttherapie e.V. Herr Oliver Hasse – stellvertr. Vorsitzender der deutschen Vereinigung für Gestalttherapie e.V. PD Dr. Meryam Schouler-Ocak – Leiterin Berliner Bündnis gegen Depression / Ltd. Oberärztin Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus Berlin Dr. med. Norbert Mönter – Psychiater und Psychotherapeut / Vorsitzender des Vereins für Psychiatrie und seelische Gesundheit Berlin e.V. – VPSG / Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg (Managementgesellschaft für Integrierte Versorgung) Prof. emer. Dr. phil. Willi Butollo (Uni München) Prof. Dr. med. Andreas Heintz – Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie CHARITÉ Berlin Arnd Bächler – Schwulenberatung Berlin Teamleitung „Beratung & Therapie“ / Psychologischer Psychotherapeut / Gestalttherapeut / Suchttherapeut Marcel de Groot Geschäftsführer der Schwulenberatung Berlin Dr. med. Ulrike Fangauf – Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie – tiefenpsych. fund. Psychotherapie – 1. Vorsitzende Deutscher Fachverband für Psychodrama DFP Univ.-Prof. Dr. phil. Arist von Schlippe, Dipl.-Psych. Akademischer Direktor des Wittener Instituts für Familienunternehmen (WIFU) Lehrstuhl Führung und Dynamik von Familienunternehmen

Humanistisches Verfahren

Allgemeines Im Zentrum der Humanistischen Psychotherapie steht das Entdecken der ganzheitlichen und intersubjektiven Erlebniswelt eines Patienten samt seinen Potenzialen – wie auch seiner Dissonanzen, Konflikte, Traumata, Mangelfolgeerscheinungen und jeglicher Krankheits-Symptomatik. Es gilt, mit Hilfe und im Schutz einer speziellen, therapeutischen Beziehung, entfremdetes, ausgegrenztes, psychisches Material wieder in den inneren Kontakt zu bekommen, um es rück zu verwandeln und zu re-integieren.

Menschenbild Der Mensch wird als ein verkörpertes Wesen in seiner biologischen, biographischen, sozialen und ökologischen Bedingtheit und Bezogenheit und damit in seiner ganz persönlichen, einmaligen, subjektiven Werte- und Vorstellungswelt gesehen, die auf eine mehr oder weniger bewusste Sinnsuche hin ausgerichtet ist.

Der psychtherapeutische Prozess Die achtsame Erkundung der erfahrungsbedingten Verarbeitungsmuster bezüglich Fühlen, Denken und Wollen hilft, Unstimmigkeiten zu identifizieren und in einen Dialog zu bringen. Dieser Prozess erfährt oft durch einen körpersprachlichen Ausdruck, durch Personifizierung oder Rollenspiele eine eindrucksvolle Tiefung und Erlebnisnähe, vor allem, wenn biographisch alte Konfliktsituationen in Resonanz gehen. Es gilt, das Angeklungene mit neuen, positiven Erfahrungen und Lösungen, sowie mit der therapeutischen Wertschätzung zu verkoppeln. Der Therapeut folgt dem assoziativen Prozess des Patienten, aber interveniert, wenn es gilt, den Prozess zu vertiefen. Das Interesse des Therapeuten motiviert den Patienten (wie einst Sokrates), selbst zu entdecken und das Entdeckte selbst zu deuten.

Die therapeutische Beziehung Das therapeutische Beziehungsangebot wird

selektiv authentisch gestaltet. Der Therapeut versteht sich als entwicklungs- und selbsterkenntnis-förderliches Wesen. Störende Übertragungsphänomene werden durch Differenzierung abgelöst, werden aber als wertvolle Wegweiser auf ein wichtiges Thema verstanden. Die Wertschätzung des Patienten in seinem Wesenskern ermöglicht notwendige Konfrontationen in Teilbereichen, ohne die therapeutische Beziehung grundsätzlich zu gefährden.

Ziele Die Humanistische Psychotherapie fördert differenziertes Wachstum nach innen und außen im sozialen Umfeld, Selbsterkenntnis und Echtheit: Ressourcen-Verankerung; Erhöhung des psychophysiologischen Gleichgewichtes, der Selbstregulationsfähigkeit und Resilienz, der Stimmigkeit, Integration und immerwährenden Neuordnung sowie einer wertgebundenen Entscheidungsfreiheit mit einem existenziellen Sinnverständnis.

Hier finden Sie eine Übersicht der Methoden des humanistischen Verfahrens:

  • Personzentrierte /
    Klientenzentrierte /
    Gesprächs-Psychotherapie
    • Klassische Gesprächspsychotherapie
    • Ziel- und Klärungsorientierte Gesprächspsychotherapie
    • Prozessorientierte Gesprächspsychotherapie
    • Gesprächspsychotherapeutische Spieltherapie
    • Differentielle inkongruenzbezogene Vorgehensweisen der Gesprächspsychotherapie (hierzu gehört ein Spektrum spezifisch störungsbezogener Vorgehensweisen)
  • Gestalttherapie
    • Klassische Gestalttherapie (im Einzel-, Paar- und Gruppen-Setting)
    • Strukturaufbauende Gestalt-Psychotherapie (bei Strukturlabilität / Psychosennähe)
    • Gestalt-Suchttherapie
    • Gestalttherapie mit Kindern und Jugendlichen
    • Gestalttherapie in der Seniorenarbeit
    • Relationale Gestalttherapie
  • Psychodrama
  • Körperpsychotherapie
    • Bioenergetik
    • Biodynamik
    • Biosynthese
    • Konzentrative Bewegungstherapie
    • Funktionelle Entspannung
    • Pesso-Boyden System Psychomotor (PBSP)
  • Transaktionsanalyse
  • Logotherapie &
    Existenzanalyse
  • Mischformen
    • Focusing
    • Experienzielle Psychotherapie
    • Emotionsfokussierte Therapie (EFT)
    • Hakomi

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